EFH in Furth an der Triesting
Neubau eines eingeschossigen Wohnhauses als Erweiterung des Hofes im Grünland in Niedrigenergiestandard.
Nachhaltiges Energiekonzept durch Nutzung von Solarer Energie sowie der Biomasse der eigenen Wälder in der Umgebung.
Planungsbeginn: 2010
Geplanter Baubeginn: 2011
Geplante Fertigstellung: 2012
Bauherrschaft: Privat
Beschreibung
BAUWEISE:
Massive Bauweise ohne Keller mit begrüntem Dach.
Nebenräume werden in den bestehenden Gebäuden vorgesehen. Auch die Zentralheizung wird im nördlich angrenzenden bestehenden Nebengebäude untergebracht.
Das Haus ist so ausgerichtet, dass der Verlauf der Sonne während des gesamten Tages ausgenutzt und im Haus mit erlebt werden kann.
Innenhöfe und Nischen zwischen Innen und Außen werden als geschützte Freibereiche genutzt. Gleichzeitig dienen diese Bereiche auch als kindergerechte Spielbereiche.
Die erhöhte Lage ermöglicht einen hervorragenden und einmaliger Blick auf die umgebende Wald- und Wiesenlandschaft.
ENERGIEKONZEPT:
Große Teile der umliegenden Wälder sind in Eigenbesitz. Daher wird eine CO2-freie Biomasse-Hackschnitzelheizung eingeplant.
Zusätzlich werden Sonnenkollektoren mit ca. 15m² Fläche auf dem bestehenden Nebengebäude aufgestellt. Diese dienen einerseits der 100%igen Brauchwassererzeugung und andererseits der Heizungsunterstützung.
Das Brauchwasser wird in einem Pufferspeicher erwärmt.
Durch die Ausrichtung des Wohnhauses nach Süden mit entsprechenden Dachüberständen werden in der Übergangs- und Winterzeit die solaren Gewinne genutzt; in den heißen Monaten hingegen werden die Wohnräume vor Überhitzung geschützt.
HYGIENE:
Das Speicherwasser wird über eine sog. Frischwasserstation geführt und gibt die Wärme an das Frischwasser ab. Dadurch wird Legionellenbildung unterbunden.
Die geplante Wohnraumlüftung filtert mögliche Pollen aus der Zuluft und konditioniert gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit über das ganze Jahr. Durch eine hohe Wärmerückgewinnung (über 85%) wird die Energie der Abluft für den 0,3-0,5-fachen Luftwechsel optimal genutzt.